PRAXISPLANUNG
Projekt Praxisplanung
Kardiologiepraxis
Ort: Heidelberg
Fläche: 350m²
Realisierung: 2018
Fotos: © Ahonen & Hauser GbR. Alle Rechte vorbehalten.
Praxisumbau in Heidelberg: Vom Büro zur Kardiologiepraxis
Projekt:
Umnutzung bestehender Büroflächen zu einer Praxis
Standort:
Heidelberg
Fläche:
350 qm
Schwerpunkte:
Praxisplanung, Grundrissoptimierung, Interior Design, Licht- und Materialkonzept sowie Patientenleitsystem
Leistungsumfang:
Entwurfsplanung, Genehmigungsplanung Nutzungsänderung, Raum-,
Material-, Beleuchtungs- und Einrichtungskonzept, Ausführungsplanung, Vergabe, Kostenkontrolle, Terminplanung, Koordination Handwerker, Bauüberwachung
Ausgangslage
Die Umwandlung zuvor ausschließlich als Büroflächen genutzter Räumlichkeiten in eine moderne Praxis stellte besondere Anforderungen an die Grundrissgestaltung, die funktionale Organisation und die technische Planung.
Ziel war es, eine räumliche Struktur zu schaffen, die effiziente medizinische Arbeitsabläufe ermöglicht, eine angenehme Atmosphäre für Patientinnen und Patienten bietet und sämtliche relevanten baurechtlichen und nutzungsbezogenen Anforderungen berücksichtigt.
Die bestehende Raumaufteilung entsprach nicht den funktionalen Anforderungen des künftigen Praxisbetriebs. Daher musste der Grundriss grundlegend neu organisiert werden.
Durch gezielte Eingriffe in die vorhandene Bausubstanz, einschließlich des Entfernens tragender Wände unter Berücksichtigung der erforderlichen statischen Maßnahmen, konnten neue räumliche Zusammenhänge und offene Funktionsbereiche geschaffen werden.
Idee und Vision
Die Leitidee war die Entwicklung eines ganzheitlichen Praxiskonzepts, das funktionale Effizienz, klare Orientierung und eine angenehme Patientenerfahrung miteinander verbindet.
Im Mittelpunkt stand eine offene, einladende Empfangssituation mit integriertem Back-Office sowie ein großzügiges Wartezimmer mit direktem Sichtbezug zum Empfang. Die räumliche Organisation sollte kurze Wege ermöglichen, interne Abläufe unterstützen und gleichzeitig eine ruhige, übersichtliche Atmosphäre schaffen.
Die Umnutzung wurde dabei nicht als reine Anpassung bestehender Räume verstanden, sondern als Chance, die vorhandene Architektur neu zu interpretieren und durch ein abgestimmtes Raum-, Licht-, Farb- und Materialkonzept eine eigenständige Praxisidentität zu entwickeln.
Besondere Herausforderung
Die zentrale Herausforderung bestand darin, die vorhandene Bürostruktur in eine medizinisch funktionale Praxis umzuwandeln und dabei bauliche Gegebenheiten, technische Anforderungen und betriebliche Abläufe miteinander in Einklang zu bringen.
Durch das Entfernen von Wänden entstanden neue räumliche Zusammenhänge, gleichzeitig mussten verbleibende Säulen, Nischen und konstruktive Gegebenheiten sinnvoll in die Planung integriert werden. Individuelle Sonderlösungen ermöglichten es, diese baulichen Besonderheiten funktional zu nutzen und in ein schlüssiges Gesamtbild einzubinden.
Besondere Aufmerksamkeit galt außerdem der Organisation der Behandlungsräume und der Trennung unterschiedlicher Funktionsbereiche. Die Planung berücksichtigte die erforderlichen hygienischen Abläufe, geeignete Oberflächen, die notwendigen Sanitärbereiche sowie die relevanten baurechtlichen Anforderungen. Dazu gehörten unter anderem die funktionale Trennung reiner und unreiner Bereiche sowie ein barrierefreies WC mit Notrufalarm.
Die Herausforderung lag darin, sämtliche Anforderungen in einer durchdachten Raumstruktur zu vereinen, ohne die gestalterische Qualität und die Aufenthaltsqualität der Praxis zu beeinträchtigen.
Gestaltungskonzept und Raumplanung
Das Raumkonzept basiert auf einer klaren funktionalen Gliederung, die Empfang, Back-Office, Wartebereich und Behandlungsräume sinnvoll miteinander verbindet.
Der offene Empfang bildet den zentralen Anlaufpunkt der Praxis. Dahinter wurde das Back-Office platzsparend unter der Dachschräge integriert. Eine Trennwand aus satiniertem Glas mit individuell gestalteter Logo-Folierung schafft eine optische Abgrenzung zwischen dem öffentlichen Empfangsbereich und dem internen Arbeitsbereich. Gleichzeitig bleibt die Gestaltung leicht und transparent.
Das großzügige Wartezimmer wurde so angeordnet, dass ein direkter Sichtkontakt zum Empfang besteht. Dies unterstützt die Orientierung und schafft eine klare räumliche Beziehung zwischen den zentralen Bereichen. Auch die Behandlungsräume wurden hinsichtlich ihrer Anordnung und Erreichbarkeit neu
geplant. Die Raumstruktur orientiert sich an optimierten Behandlungsabläufen und einer funktionalen Nutzung der verfügbaren Fläche. Vorhandene Säulen und Wandnischen wurden durch individuelle Planungslösungen in das Gesamtkonzept integriert.
Ein durchgängiges Licht-, Farb-, Material- und Leitsystemkonzept verbindet die
unterschiedlichen Räume zu einer gestalterischen Einheit. Die Gestaltung unterstützt die Orientierung innerhalb der Praxis und schafft ein professionelles, harmonisches Umfeld für Patienten und Praxisteam.
Materialien, Beleuchtung und Ausstattung
Die Material- und Ausstattungsauswahl wurde auf die Anforderungen einer medizinischen Einrichtung abgestimmt. Neben der gestalterischen Wirkung standen Funktionalität, Reinigungsfähigkeit, Hygiene und die Einhaltung der relevanten baulichen Anforderungen im Mittelpunkt.
- Individuelle Einbaulösungen: Maßgeschneiderte Lösungen nutzen vorhandene Nischen und berücksichtigen die baulichen Besonderheiten der Räumlichkeiten.
- Abgestimmtes Farbkonzept: Die gezielte Farbgestaltung unterstützt eine
harmonische Raumwirkung und trägt zur visuellen Orientierung bei. - Durchdachtes Beleuchtungskonzept: Die Beleuchtung berücksichtigt die
unterschiedlichen Anforderungen der Empfangs-, Warte- und Behandlungsbereiche. - Funktionale Oberflächen: Die Materialauswahl orientiert sich an den hygienischen und
nutzungsbezogenen Anforderungen des Praxisbetriebs. - Satiniertes Glas: Die Trennwand mit Logo-Folierung grenzt das Back-Office vom Empfang ab und verbindet funktionale Abtrennung mit einer transparenten, modernen Gestaltung.
- Barrierefreie Sanitärplanung: Ein barrierefreies WC mit Notrufalarm berücksichtigt die Anforderungen an Zugänglichkeit und Sicherheit.
- Integriertes Leitsystem: Die räumliche Orientierung wird durch ein auf das
Gesamtkonzept abgestimmtes Leitsystem unterstützt. - Die Verbindung aus funktionalen Materialien, individuellen Detaillösungen und einer abgestimmten Gestaltung schafft eine Praxisumgebung, in der Architektur, Nutzung und Erscheinungsbild ineinandergreifen.
Ergebnis
Durch die umfassende Neuplanung entstand aus ehemals als Büro genutzten Räumlichkeiten eine funktional organisierte und gestalterisch durchgängige Praxis.
Die optimierte Grundrissstruktur schafft klare räumliche Zusammenhänge zwischen Empfang, Back-Office, Wartebereich und Behandlungsräumen. Individuelle Lösungen für bauliche Besonderheiten ermöglichen eine effiziente Nutzung der vorhandenen Fläche, während das abgestimmte Licht-, Farb-, Material- und Leitsystemkonzept für ein einheitliches Erscheinungsbild sorgt.
Gleichzeitig wurden die relevanten Anforderungen an Hygiene, Barrierefreiheit,
Sanitärbereiche und baurechtliche Rahmenbedingungen in die Planung integriert. Das Projekt zeigt, wie eine durchdachte Praxisplanung bestehende Büroflächen in eine moderne medizinische Arbeitsumgebung transformieren kann.
Durch die Verbindung von funktionaler Raumorganisation, individuellen Detaillösungen und professionellem Interior Design entsteht ein Praxisumfeld, das die Arbeitsabläufe des Teams unterstützt und Patienten eine klare Orientierung sowie eine angenehme Aufenthaltsqualität bietet.
Unsere Leistungen
Für dieses Projekt umfasste unser Leistungsportfolio:
• Genehmgungsplanung Nutzungsänderung
• Entwurfsplanung
• Raumkonzept
• Materialkonzept
• Beleuchtungskonzept
• Einrichtungskonzept
• Ausführungsplanung
• Vergabe
• Kostenkontrolle
• Terminplanung
• Koordination Handwerker
• Bauüberwachung




